Der Trend der Deutschen zum Camping ist in den letzten Jahren wieder drastisch angestiegen. Immer mehr Leute entscheiden sich anstelle des klassischen Hotelurlaubs immer mehr für einen Campingurlaub. Doch was macht das Camping eigentlich wieder so „cool“? Bei dem Wort Campingurlaub schauen die meisten eher zweifelnd als begeistert aus der Wäsche. „Ist das nicht total unbequem und langweilig?“ wird dann meist gefragt. Vor allem viele jüngere Leute haben durchaus Berührungsangst mit dem Begriff „Camping“, da es häufig noch ein sehr veraltetes und spießiges Image hat. Meistens wird das Wort Camping mit den typischen Dauercampern verknüpft. Wer möchte seinen Urlaub schon zwischen zentimetergenau getrimmten Hecken, Gartenzwergen und Nachbarschaftsplausch mit den gleichen Leuten tagein und tagaus verbringen? Solche Strebergartenkolonien haben aber mit Camping nur sehr wenig zu tun.
Camping völlig zu Unrecht so ein schlechtes Image.
Hier sind nun 10 Gründe, warum Camping wieder cool ist.

1.Camping ist Freiheit

Beim Camping gibt es nichts, was es nicht gibt. Ob man nun mit Zelt oder fahrbarem Heim unterwegs ist, man hat sein eigenes Heim und bleibt nur dort, wo es gefällt. Man ist im Vergleich mit einem Hotelgast wesentlich flexibler, da man einfach seine Zelte abbrechen kann und einen neuen Ort bereisen kann. Spontan neue Ziele kennenlernen, bleiben, wo es einem gefällt, fremde Orte erkunden und jeden Tag neue Menschen und Sitten kennenlernen – das scheint der Inbegriff von Freiheit zu sein. Keine Termine, keine Verpflichtungen.
Frei nach dem Motto: Frei sein, jederzeit wieder aufbrechen können und fahren wohin man will.

2.Camping ist individuell

Camping kann man schlecht mit einem 0815-Urlaub vergleichen, denn dazwischen liegen tatsächlich Welten. Man muss nicht zu einer bestimmten Uhrzeit im Hotel einchecken und auch nicht stundenlang am Frühstücksbuffet anstehen, um dann schlussendlich nur noch die Reste abzubekommen.
Beim Camping ist jeder selbst sein eigener Herr. Frühstück vor einer atemberaubenden Kulisse im Sonnenaufgang? – kein Problem.
Jeder kann sein Camping anders betreiben. Mit oder ohne Reisebücher, es bleibt dennoch ein komplett individuell gestalteter Urlaub.

3. Camping ist selbstbestimmt Reisen

Drei Worte: Camping ist ungezwungen. In einem Hotel ist der Tagesrhythmus meist von Essenszeiten, Putzservice, Check In und Check Out Zeiten bis hin zu Animationsterminen durchgeplant. Viel Zeit die Dinge einfach mal so zu machen, wie man möchte, ist hier schwierig und nur mit Abstrichen zu meistern.
Beim Camping sind Sie der Chef. Frühstück erst um 12 Uhr vormittags? – kein Problem. Abendessen unter Sternenhimmel mit den Liebsten? – nichts einfacher als das. Spontaner Shoppingtrip in eine kleine Altstadt – auf geht´s.
Camping muss nicht umständlich sein, sondern ist meistens ganz ungezwungen.
Vor allem für eine Rundreise ist Camping perfekt. Zielort auswählen, hinfahren, Zelt oder Heim aufbauen und da sein. Und wenn man am nächsten Tag die Lust verspürt eine andere Stadt unsicher zu machen, bricht man seine Zelte ab und macht sich auf dem Weg. Ganz unverbindlich und ungezwungen.

4. Camping ist naturnahes Reisen

Der Albtraum eines jeden Campers. Man wacht mit verschlafenen Blick und durchnässter Kleidung auf, denn es hat geregnet. Wer im Wohnmobil oder Wohnwagen unterwegs ist, der muss solch ein Problem natürlich nicht fürchten.
Aber mein Punkt ist ein anderer: Camper sind, egal welche Unterkunft sie gewählt haben, wirklich nah an der Natur und dem wirklichen Leben draußen abseits von Zimmer- und Putzservice. Man schläft unter Sternenhimmel ein und wird von den ersten Sonnenstrahlen wieder geweckt. Man erlebt den Takt der Natur so hautnah und intensiv.
Man muss nicht mit Handtüchern an einem überfüllten Hotelpool um den letzten Liegeplatz kämpfen, sondern tritt einfach aus der Tür und hat ein kleines Stückchen Natur nur für sich selbst.
Natürlich ist man als Camper sehr den Launen von Mutter Natur ausgesetzt. Aber im Zweifel von schlechtem Wetter zieht man einfach weiter an einen hoffentlich trockneren Ort.

5. Camping ist Abenteuer

In einem Hotel sind manchmal nur die Sanitäranlagen abenteuerlich. Gut, beim Campen kann das natürlich auch passieren.
Aber je nachdem wo der Camper sich befindet, kann sich der nächtliche Toilettengang auch zu einem Abenteuer inmitten der wilden Tiere entpuppen.
Eine Übernachtung im Zelt während über einem im Himmel Blitze und Donner die Ruhe brechen ist natürlich auch keine alltägliche Erfahrung.

6. Camping kann den Geldbeutel schonen

Im Vergleich zum Hotelurlaub kann so ein Campingurlaub durchaus den Geldbeutel schonen. Natürlich geht es hierbei auch teurer. Nach oben sind schließlich auch keine Grenzen gesetzt. Wenn man manches Reiseangebot sieht, bekommt man ja regelrecht einen Herzanfall. Da ist das Campen meist eine billigere und nicht zwangsläufig weniger schöne Alternative.
Natürlich sieht das ganze anders aus, wenn man sich erst ein mobiles Heim wie Wohnmobil und Wohnwagen zulegen muss. Da sind die Anschaffungskosten selbstverständlich höher.
Dennoch halten sich die Platzmieten und Nebengebühren auf Campingplätzen meist wirklich in Grenzen, was den Geldbeutel natürlich freut. Noch günstiger wird es wenn man mit Zelt unterwegs ist.

7. Camping ist Zusammenhalt

Wer schon einmal campen war, dem ist bestimmten aufgefallen, dass unter Campern eine sofortige Offenheit und Bereitschaft einander zu helfen besteht. Der Wassertank ist zu schwer, um ihn zum Wohnwagen zu tragen? Kein Problem, der nächste Nachbar ist sicher sofort bereit zu helfen. Man reist nicht gegeneinander, sondern miteinander. Man hat mit anderen Campern sofort etwas gemeinsam, was den Zusammenhalt untereinander stark prägt und sei es, dass man sich gegenseitig seine verrücktesten Reisegeschichten bei einem Glas Wein erzählt.

8. Camping fördert Improvitationstalent

Beim Campen kann man meistens nicht für den Fall der Fälle gerüstet sein. Es gibt zwar vieles was der Zubehörhandel so hergibt, aber meistens fehlt dann genau dieses eine Teil, was man sonst nie gebraucht hat. Doch Not macht erfinderisch und so findet sich immer eine Lösung oder ein Mitcamper hilft freundlicherweise aus.
Das Gefühl ein Problem alleine auf eigene Faust gelöst zu haben, kann einem auch keiner nehmen.

9. Camping ist gesund

Beim Campen bleibt man meistens den ganzen Tag in Bewegung, sei es der Gang zu den Sanitäranlagen, das morgendliche Kaufen frischer Brötchen für das Frühstück oder die Entsorgung des Mülls.
Wer campt, der lebt im Takt der Natur, was sich nachweislich positiv auf die Gesundheit und den Stressabbau auswirkt.
Zum Campen kann natürlich auch viel Ruhe und Trägheit dazukommen. Ein wichtiger Vorsatz dabei ist, sich „keinen Stress zu machen.“
Man lebt einfach in den Tag hinein und befriedigt hiermit das Bedürfnis nach entspannter Untätigkeit.

10. Camping ist cool

Suchen Sie sich den richtigen Ort und Platz für Ihren Urlaub aus. Die Spannweite zwischen naturbelassene Campingplätze und resortähnlichen Campingplätzen ist groß. Bei dem schönen, verlassenen Stückchen Wald oder den schicken Ferienanlagen mit Pool-Landschaften, Rutschen und Animationen haben Sie den nächsten Hotelurlaub bestimmt sofort wieder vergessen.
Denn: Nach oben und unten sind keine Grenzen gesetzt.
Eins kann man bestimmt mit Sicherheit sagen: Camping ist cool!

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