Costa Azzurra – Ligurien

Sie planen Ihren nächsten Urlaub in Italien? Es muss nicht immer die Toskana sein. Machen Sie doch einmal Urlaub, wo die Italiener und Franzosen am liebsten Urlaub machen – an der Costa Azzurra, in Ligurien. Ligurien liegt im Nordwesten von Italien, direkt im Anschluss an die französische Côte d’Azur und ist mit 5.420 km² flächenmäßig die dritt kleinste Region Italiens. Ligurien beginnt im Osten ungefähr bei La Spezia und grenzt von dort an die Regionen Emilia-Romagna und Toskana, zieht sich dann nach Westen 300 km an der Küste entlang über Liguriens Hauptstadt Genua bis nach Ventimiglia an der französischen Grenze. Im Norden grenzt Ligurien an die Region Piemont. An der Costa Azzurra bietet sich Ihnen die Natur wie kaum an einem anderen Ort: Das wunderschöne Mittelmeer, faszinierende hohe Berge (die mediterranen Alpen) mit fast unberührter Natur, Olivenhaine mit schmalen Terrassen bis hinauf zur Baumgrenze, Weinanbaugebiete wo die Trauben für die köstlichen regionalen Weine wachsen und gedeien. Ob Bade- oder Wanderurlaub, hier kann man wirklich alles richtig genießen. Ganz speziell sind auch die vielen kleinen Dörfer, die im Hinterland fast wie in die Berge gemeißelt erscheinen. Die Häuser, alle in munteren Pastellfarben. Der höchste Berg Liguriens ist 2201 m über dem Meeresspiegel ansonsten bestehen 70% Liguriens aus Waldgebieten.

Das Klima ist mild und besonders ausgeglichen aber nicht überall gleich. Wo das Wetter im Hinterland durch die Berge bestimmt wird, wird es an der Küste durch das Meer bestimmt.

Der westlichste Teil der Riviera di Ponente Richtung Frankreich hat ein ganz besonders mildes Klima.

60% aller Urlauber in Ligurien sind übringens Italiener.

Riviera di Levante

Der östliche Teil Liguriens nennt sich Riviera di Levante. Hier befinden sich die 5 Dörfer die man Cinque Terre nennt. Der absolute Höhepunkt für Wanderfreunde. Die Wege sind weltberühmt und aufregend schön. Sie führen hoch über dem Meer entlang durch Olivenhaine und Weinberge. Es sind uralte Pfade, die an

Steilhängen entlangführen, ohne Straßenverkehr. Hier ist die Aussicht einfach großartig über die farbenreiche unberührte Natur zum Meer. Ab und zu tauchen die einzelnen alten Dörfer auf mit ihren farbigen Häusern. Kein Neubau stört das Bild. In der Hauptsaison können diese Wanderwege allerdings etwas überfüllt sein.

Der Hafen der 65 Farben Portofino. Der kleine Hafen mitten in den immergrünen Berghängen in seiner blauen Bucht ist und war ein wahrer Magnet für Prominenz jeglicher Herkunft. Seit 100 Jahren reisen berühmte Persönlichkeiten an diesen romantischen Ort. Kein Wunder, dass Portofino als das teuerste Pflaster Italiens gilt. Portofino lebt von den vielen Farben, die diesem Ort zu seinem Weltruhm verholfen haben. Der Name Portofino stammt vom lateinischen Portus Delphini und bedeutet Delfinhafen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch die Provinzhauptstadt Genua hat Einiges zu bieten. Die Stadt zieht sich auf einem Küstenstreifen über 30 km an der Riviera entlang. Es gibt unzählige Paläste, Kathedralen und Kirchen zu besichtigen. Auch das Geburtshaus von Christoph Kolumbus soll in Genova sein (es gibt allerdings noch ein zweites Geburtshaus in Chiusanico in der Provinz Imperia). Ein Tipp für Regentage ist eines der schönsten und grössten Meerwasseraquarien Europas im alten Hafen von Genova gelegen. Ganz in der Nähe liegt auch die Neptune im Wasser, ein authentisches spanisches Segelschiff, Drehort für den Film „Piraten“ von Roman Polanski. Auch im alten Hafen befindet sich der Panoramaaufzug „Bigo“, eine phantasievolle Konstruktion. Von oben haben Sie einen wunderbaren Ausblick über Genovas Altstadt und den Hafen. Zwei Gemäldegalerien finden Sie in der berühmten Via Garibaldi. Der Leuchtturm ist das Wahrzeichen von Genova und kann ebenfalls besichtigt werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

Whalewatch Liguria. Sehr interessant ist die Walbeobachtung im ligurischen Meer. Ein rund 100.000 km² großes Gebiet an der Küste von Frankreich bis Genua und Sardinien ist Walschutzzone. In verschiedenen Orten an der ligurischen Küste werden Walbeobachtungs-Touren angeboten. Unter anderem auch von Genua aus. Ein unvergessliches Erlebnis. Das Walvorkommen im Ligurischen Meer sind sehr hoch.

 

 

 

Riviera di Ponente

Dieser Küstenabschnitt von Ligurien reicht von Varazze (südwestlich von Genova) bis an die Grenze von Frankreich und Monaco. Es besteht aus der Palmenriviera (östlicher Teil) und der Blumenriviera (westlicher Teil). Zauberhafte Küstenorte mit wunderschönen Stränden liegen hier am blauen Wasser mit üppiger, farbenfroher Natur. Unzählige kleine Ortschaften liegen im Hinterland in den Hügeln und Bergen. Ihr besonderer Charme sind die kleinen urigen Gassen und Treppen, die man hier überall finden kann.

Die Palmenriviera ist ein 1500 km² großes Küstengebiet in der Provinz Savona. Als eine der schönsten Ortschaften von ganz Italien gilt das bezaubernde Finale Ligure mit seiner Strandpromenade und dem feinsandigen Stränden.

Insgesamt finden sich hier sehr idyllische Badeorte, ideal für Sonnenhungrige. Bekannte Ortschaften sind auch Savona und Albenga mit ihren mittelalterlichen Stadtkernen, die eleganten Badeorte Alassio und Andora. Überall findet man Zeitzeugnisse früher Vergangenheit.

Babtisterium Albenga
Geschlechtertürme Albenga

 

 

 

 

 

 

 

Die Blulmenriviera umfasst die Küstenorte der Provinz Imperia. Von Cervo Richtung Frankreich bis Ventimiglia. Der berühmteste Ort ist mit Sicherheit San Remo. Nicht zuletzt wegen seines Spielcasinos in einem beeindruckenden Jugendstilgebäude. Das Casino umfasst auch ein Theater. Berühmt ist aber auch der Park der Villa Ormond der über einen japanischen Garten, Palmen und uralte Olivenhaine verfügt. Im Turm der Kathedrale San Siro befinden sich 12 Glocken. Nahe gelegen ist die russisch orthodoxe Kirche mit 5 Zwiebelkuppeln. Mondän mag San Remo vor langer Zeit gewesen sein. Ende des 19. Jahrhunderts kamen die Reichen und Schönen aus vielen Teilen Europas hierher, um den Winter im milden Klima Liguriens unter Palmen an der Sonne zu verbringen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere sehr schöne Urlaubsorte an der Blumenriviera sind Bordighera, Diano Marina, Imperia, Ospedaletti, San Bartalomeo al Mare und das mittelalterliche Ventimiglia.

Imperia ist unterteilt in zwei Stadtteile Imperia Oneglia und Imperia Porto Maurizio. Oneglia hat eine lange Ladenzeile, die förmlich zum Shoppen einlädt. Hier kann man auch wunderbar am Meer entlang flanieren und die vielen luxuriösen Jachten bewundern. Die Strandpromenade führt sogar bis Diano Marino. Es gibt Sandstrände wie auch Steinstrände, die oft frei zugänglich sind. Porto Maurizio liegt auf einen Hügel gebaut und ist wunderschön anzusehen. Auch hier gibt es eine lange Strandpromenade und viele Strandabschnitte, die frei zugänglich sind. Es gibt einen Strandabschnitt, der besonders für Kinder geeignet ist, ein seichter Meeresabschnitt, der durch Wellenbrecher geschützt ist. Auch ein Hundestrand fehlt nicht. In Porto Maurizio gibt es einen Campingplatz, von dem aus Sie in wenigen Schritten direkt zur Strandpromenade gelangen können, viele kleine Restaurants und Pizzerien laden nicht nur zum Essen ein, es ist auch einfach mal schön unter dem Sonnendach zu sitzen, etwas zu trinken und aufs Meer hinaus zu schauen. Wie in Italien üblich finden wöchentlich ein- bis zweimal Märkte statt, wo Sie sich mit typisch regionalen Spezialitäten eindecken können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pista ciclabile – Radfahrweg

Zwischen Ospedaletti und San Lorenzo al Mare befindet sich eine ehemalige Bahntrasse, die zum schönsten Radfahr- und Fußgängerweg am Mittelmeer umgebaut wurde. Malerisch gelegen kann man mit dem Fahrrad Bademöglichkeiten, Cafés, Bars und Restaurants erreichen. Die ganze Strecke wird nicht von Autos befahren und ist 20 km lang. Also bitte die Fahrräder nicht vergessen.

 

 

 

 

 

 

Die Hanbury Gärten

Kurz vor der Grenze zu Frankreich am Capo Mortola befinden sich die Hanbury Gärten. Hier können Sie eine riesige Anzahl von Blumen und subtropischen Pflanzen bewundern. Die Parkanlage ist eine der schönsten von ganz Ligurien. Sie ist terrassenförmig angelegt, liegt direkt am Meer und umfasst 18 Hektar.

In den Hanbury-Gärten

 

 

 

 

 

Die Grotten von Toirano

Das prähistorische Höhlensystem Grotte di Toirano befindet sich oberhalb der Ortschaft Toirano in der Provinz Savona. Von der Küste entfernt zwischen Albenga und Finale Ligure. Etwa 70 Tropfsteinhöhlen sind in dieser Region bekannt. Zwei davon können besichtigt werden. Die Grotta della Basura und die Grotta di San Lucia. Die beiden Grotten sind durch einen künstlichen Tunnel miteinander verbunden. In der Grotta della Basura wurden 12.000 Jahre alte Spuren von steinzeitlichem Leben gefunden. Offensichtlich wurde die Höhle von Neandertalern und Höhlenbären genutzt. In späterer Zeit nutzten die Römer die Grotte als Grabstätte. In der Grotta della Basura können Sie Stalaktiten und Stalagmiten betrachten, die man normalerweise nicht sehen kann.

Ausflüge ins Hinterland

Bussana Vecchia – das Künstlerdorf

Nur 8 km von San Remo entfernt liegt Bussana Vecchia. Dieses Dorf wurde 1887 durch ein Erdbeben zerstört. Dabei starben 50 Menschen, die in die Kirche geflüchtet waren und beteten, während alles in sich zusammenfiel. Das Dorf war so stark zerstört, dass es aufgegeben werden musste. Die Überlebenden bauten statt dessen 3 km unterhalb von Bussana Vecchia ein neues Bussana. 1960 nahmen sich die Künstler des Ortes an und restaurierten ihn auf ganz ungewöhnliche Weise. Sie schufen Wohnungen, öffneten ihre Ateliers in den alten Mauern und gründeten eine Künstlerkolonie. Bussana Vecchia ist seitdem ein Touristenmagnet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Triora – Das Hexendorf

Ein Ausflug in die ligurischen Berge zum Hexendorf mit seiner faszinierenden Geschichte. Der Weg führt von Arma die Taggia ins Argentina-Tal hinauf. Alleine dieses Tal ist es wert diesen Ausflug zu machen. Wilde Natur erwartet einen und ein absolut idyllischer Fluss, der zum Baden einlädt. Vergessen Sie auf diesem Ausflug auf keinen Fall die Badehose. Triora ist eines der schönsten Dörfer Italiens und liegt auf einer Meereshöhe von 780 m. Nehmen Sie sich Zeit, die Eindrücke auf Sie wirken zu lassen

1587 – 1589 waren die „Hexenjahre“ von Triora. Ausgelöst durch eine große Hungersnot in der damaligen Zeit. Schuld daran soll der Teufel gewesen sein und demzufolge die Hexen. Nur durch das Einschreiten von religiösen und bürgerlichen Autoritäten konnte der grausamen Folter der Frauen ein Ende gesetzt werden. Seit 1988 gedenkt Triora diesen Frauen und hat ihnen ein Denkmal errichtet. Alles über diese Geschichte können Sie im Hexenmuseum ganz am Anfang des Dorfes erfahren.

Das schreckliche Erdbeben von 1887 machte auch vor Triora nicht halt. Doch die beschädigten Häuser hier konnten wieder aufgebaut werden.

Triora hat sehr viele verwinkelte kleine Gassen, es ist wirklich schwierig sich hier zurecht zu finden. Lassen Sie sich inspirieren, keine Angst Sie werden sich nicht verlaufen! Für Rollstuhlfahrer ist ein Besuch in Triora leider nicht möglich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dolceacqua

Dolceacqua ist eine kleine Gemeinde in der Provinz Imperia etwa 10 km nördlich von Ventimiglia im Tal des Flusses Nervia. Über die Nervia führt eine wunderschöne Brücke zum Dorf. Oberhalb des Ortes thront eine Burgruine. Labyrinthartige Gasse führen den steilen Berghügel hinauf.

In Dolceacqua kann man hervorragende regionale Weine kaufen. Es gibt hier auch ein Geschäft dass sich auf Produkte aus Olivenholz spezialisiert hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Seborga – Das kleinste Fürstentum Europas

Im Hinterland von Ospedaletti auf einer Meereshöhe von ca. 500 m liegt das mit ca. 310 Einwohnern wohl kleinste Fürstentum Europas. „Wir gehören nicht zu Italien“ so die Aussage der Seborger. Ein vom Volk gewähltes Fürstenpaar herrscht über Seborga (die derzeitige Fürstin ist Deutsche und Ihr Ehemann, der Fürst kommt aus der Schweiz). Die Einwohner von Seborga bestehen auf Ihre Eigenständigkeit, da Seborga, so wird behauptet, schlicht und einfach vergessen wurde. Es werde weder bei der Gründung des Italienischen Staates 1861, noch bei der Gründung der Italienischen Republik 1946 erwähnt. Auch der Kaufvertrag aus dem 18. Jahrhundert, mit dem das Fürstentum an die Savoyer hätte verkauft werden sollen, sei nie registriert worden. Aus diesem Grunde gibt es in Seborga auch eine eigene, selbst geprägte Währung, den Luigino, mit dem in Seborga auch bezahlt wird. Es gibt auch eigene Ausweispapiere, Briefmarken und Kfz-Kennzeichen, die man natürlich nur zusammen mit dem italienischen Kennzeichen anbringen darf. Im Souvenirshop werden diese Dinge neben regionalen Spezialitäten zum Kauf angeboten.

Natürlich hat auch hier der Italienische Staat das Sagen, an den auch Steuern entrichtet werden müssen. Aber man sieht das Ganze in Italien sehr gelassen und nimmt alles nicht so ernst.

Seborga ist aber nicht nur wegen dieses Kuriosums einen Besuch wert. Das Dorf gehört auch zu den schönsten Dörfern Italiens. Wunderschön in den Bergen gelegen inmitten farbenfroher Natur mit Mimosen, Ginster und Pinien.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Essen und Trinken in Ligurien

Es wäre sehr schade, wenn Sie in Ligurien Urlaub machen und sich mit Spaghetti und Pizza zufrieden geben würden. Es gibt hier nämlich Spezialitäten, die es nur an der Riviera gibt. Berge, Land und Meer sind hier dicht beisammen und die Ligurische Küche nutzt das alles aus.

Ligurien ist sehr hügelig. Die Anbauflächen sind schmal terrassiert, deswegen wird hier nur Kleinvieh für die Fleischgewinnung gehalten. Das wären Kaninchen, Hühner, Schafe und Ziegen. Auf den kleinen Ackerflächen werden Oliven und Wein, Obst und Gemüse sowie auch die wohl duftenden Kräuter, die in der Ligurischen Küche gerne verwendet werden wie Basilikum, Majoran, Thymian, Rosmarin, Salbei, Origano, Minze und Zitronenmelisse (Vieles wächst hier auch wild) angebaut. Frisch aus dem Meer kommen Krustentiere und Muscheln, Kraken und Tintenfische, Sardellen und Sardinen und natürlich die edlerem Fische wie Schwertfisch, Goldbrasse und Seebarsch. Auch die Wälder sind für die Küche von Bedeutung so sammelt man Pilze, Kastanien, Schnecken und Waldfrüchte. Käse, Milch, Fleisch und Salami kommen aus den höheren Regionen oberhalb der Baumgrenze.

Die Ligurer ziehen in ihren Gärten neben Kräutern auch Zucchini, Artischocken, Fenchel, Erbsen und Bohnen, Tomaten, Knoblauch, Peperoni und Auberginen, wobei der Schwerpunkt von Region zu Region unterschiedlich ist. So sagt man zum Beispiel die Artischocken aus der Gegend um Albenga und Riva Ligure oder der Knoblauch aus der Region um Vessalico und Borghetto d’Arroscia seien besonders schmackhaft.

Weltweite Berühmtheit hat das sattgrüne Pesto errungen, eine leckere Sauce aus Basilikum, Pinienkernen, Knoblauch, Hart- und Schafskäse und Olivenöl. Das Pesto wird bevorzugt zu Nudeln oder Reis (Risotto) gegessen.

Die ligurischen Gerichte werden mit den typischen Produkten der Region nach traditionellen Rezepten zubereitet.

Es gibt unzählige typisch ligurische Gerichte. Am Schönsten ist es in den Restaurants im Hinterland, die „agroturismo“ betreiben. Man reserviert vorher und sollte dann abends zum Beispiel gegen 20:30h eintreffen. Es gibt ein einheitliches Menu und beginnt mit den Antipasti, die nach und nach serviert werden. Viele leckere Kleinigkeiten. Danach kommen die Primi Piatti, meist Nudeln oder Risotto zwei oder drei verschiedene Gerichte, die man auswählen kann. Das Hauptgericht besteht dann aus Fleisch oder Fisch – auch hier hat man die Wahl aus drei verschiedenen Hauptspeisen. Selbstverständlich gibt es danach noch Nachtisch, den Dolce. Es sind meist kleinere, sehr familiäre Restaurants, die in ihrer Küche hauptsächlich hauseigene Produkte verwenden. Sehr empfehlenswert!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für den kleinen Hunger zwischendurch: Probieren Sie doch mal ein Stück Focaccia statt der üblichen Pizza. Das ist ein im Ofen gebackenes Fladenbrot gewürzt mit Rosmarin, Salbei, Origano und Zwiebeln – die ligurische Pizza. Eine weitere typisch ligurische Alternative ist die Torta di Verdura, eine aus vielerlei Gemüsearten wie Mangold, Spinat oder Artischocken geschichtete Torte.

 

 

 

 

 

Weine aus Ligurien

Das Klima in Ligurien ist ideal für den Weinbau. Wo Zitronen- und Orangen blühen lässt sich auch hervorragender Wein produzieren. Der Wein wird an der Italienischen Riviera noch auf traditionelle Weise angebaut. Der Grund dafür ist, dass die Anbaugebiete meist sehr klein sind und in den schmalen terrassierten Hängen liegen. Sie sind maschinell nicht bewirtschaftbar (das gleiche gilt übrigens auch für den Olivenanbau). Die Anbaugebiete umfassen insgesamt rund 1500 Hektar. Somit im Vergleich zu anderen Weinregionen Italiens sehr wenig. Die Weine aus Ligurien sind kaum unter den großen Weinen Italiens zu finden. Mit über 100 verschiedenen Rebsorten aber sehr vielfältig. Die häufigsten Weingüter liegen in der Provinz Imperia. Es gibt zahlreiche Qualitätsprädikate DOC, die bereits anerkannt wurden:

  • Bianchetto und Coronato della Val Polcevera
  • Buzzetto di Quiliano
  • Cinque Terre
  • Colli di Luni
  • Dolcese di Dolcecqua
  • Lumassina Finalese
  • Ormeasco
  • Pigato
  • Rossese di Ponente
  • Sciacchetrà di Cinque Terre
  • Valpolcevera (weiss und rot)
  • Vermentino (Genova, Imperia und La Spezia)

Zu den DOC-Weinen kommen aber noch weitere Produktionen dazu.

Es gibt nicht viele Winzer, deren Weine über die Qualität eines normalen Tischweins NICHT hinausgehen.

Machen Sie doch einfach mal eine Weinprobe beim Weinbauern oder im Weingeschäft.

 

 

 

 

 

 

Nach Ligurien reisen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Ligurien zu erreichen. Über die Schweiz durch den Gotthard-tunnel oder den San Bernardino nach Como und über Mailand nach Genova. Oder von Como über Novara und Alessandria nach Genova (erspart die etwas langweilige Po-Ebene). Wenn man auf dem Rückweg etwas Zeit hat, bietet sich die Strecke über das Piemont an  – über Turin, Aosta und über den Gran San Bernardo in die Schweiz und dann über Basel nach Deutschland. Die Strecke ist sehr interessant, die Autobahn gut ausgebaut und wenig befahren. Die Maut für den Straßen-Tunnel durch den großen San Bernardo ist allerdings sehr teuer (einfache Fahrt mit dem Wohnmobil fast € 50,–). Es bietet sich an, über den Pass zu fahren. Braucht etwas mehr Zeit, erspart aber diese hohe Maut. Ein kurzer Stopp am Genfer See, ein Spaziergang über die Uferpromenade… ein toller Abschluss des Urlaubs!

Ligurien ist wirklich eine Reise wert!

 

 

 

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