Mit Ihrem Hund im Wohnmobil unterwegs!

Sie möchten Ihren Hund nicht in eine Hundepension bringen und auch nicht bei Bekannten oder Verwandten abgegeben. Sie möchten ihn auch nicht im Bauch eines Flugzeugs verstaut in den Urlaub im Hotel mitnehmen. Ihr 4-Beiner soll bei der Familie bleiben und die schönste Zeit des Jahres mit Ihnen geniessen. Dann ist die ideale Variante, die Urlaubsreise mit dem Wohnmobil. Es braucht nur ein paar Vorbereitungen und schon kann’s los gehen.

Wenn Sie kein eigenes Wohnmobil haben, werden Sie sich dafür entscheiden, ein Wohnmobil zu mieten. Nicht alle Vermieter von Reisemobilen lassen Haustiere zu. Erkundigen Sie sich also im Vorfeld, ob es überhaupt möglich ist, Ihren Hund mitzunehmen. Bei McRent Frankfurt zum Beispiel dürfen Sie ihren 4-Beiner ohne Zusatzkosten mitnehmen. https://www.mcrent.de/wohnmobilvermietung-frankfurt-main/

 

Welches Wohnmobil ist für einen Urlaub mit Hund geeignet?

Bedenken Sie, dass der Hund genügend Platz benötigt, um sich bewegen zu können und um sich ungestört hinzulegen. Dies ist auch für Sie wichtig, denn nichts ist unangenehmer, als ständig über den Hund steigen zu müssen weil zu wenig Durchgangsfreiheit vorhanden ist. Ist der Hund sehr groß, sollte man auch berücksichtigen, dass nicht zu viele Stufen im Fahrzeug sind, damit er sich auch gemütlich ausstrecken kann.

Auch kommt es darauf an, für welche Art der „Ladungs-Sicherung“ (wie der Gesetzgeber das Fixieren des Tieres während der Fahrt nennt) Sie sich entscheiden. Eventuell soll ein geeigneter Platz für die Hundebox vorhanden sein.

 Wie sichere ich meinen Hund während der Fahrt?

Es ist äußerst wichtig, dass Ihr Hund während der Fahrt nicht frei im Fahrzeug herumlaufen kann. Er muss unbedingt gesichert werden. Nicht nur, weil der Gesetzgeber dies so vorschreibt und es bei Nichtbefolgung eine Buße mit Punkten in Flensburg gibt, vielmehr jedoch, um den Hund und alle Fahrzeuginsassen zu schützen. Bei einer harten Bremsung oder gar einem Aufprall würde Ihr Hund rasch zu einem gefährlichen Geschoss werden und sich und/oder einen Menschen schwer oder sogar tödlich verletzen.

Hier die gängigsten Möglichkeiten, den Hund zu fixieren:

Der Hund reist in der Hundebox, die Sie an geeigneter Stelle platzieren. Fixieren Sie die Box zusätzlich mit Spanngurten, damit sie während der Fahrt nicht rutschen kann. Diese Möglichkeit ist eher für kleinere Hunde geeignet, da die Boxen je nach Größe zu sperrig sind und zuviel Platz wegnehmen.

Niemals würde ich meinen Hund in der Heckgarage transportieren. Es ist da viel zu dunkel und der Vierbeiner ist alleine. Ich habe während der Fahrt keinen Kontakt zu ihm und kann mich deshalb nicht vergewissern, wie es ihm geht. Außerdem möchte ich mir nicht ausmalen, was bei einem Auffahrunfall mit Ihrem Hund in der Heckgarage passieren würde.

Eine andere Möglichkeit ist das Hunde-Brustgeschirr mit dazugehörigem Sicherheitsgurt, den man einfach in die Gurtaufnahme steckt. Hierbei aber bitte darauf achten, dass der Gurt nicht zu lang eingestellt wird. Das Brustgeschirr sollte mit möglichst breiten Trägern ausgestattet sein.

Denken Sie auf jeden Fall daran, dass die Bewegungsfreiheit in jedem Fall sehr eingeschränkt ist und Ihr Hund nicht trinken kann. Somit bitte an genügend Pausen denken! Ihr Hund braucht immer mal wieder Bewegung und natürlich Wasser.

Für Besitzer eines eigenen Wohnmobils möchte ich hier auf eine sehr schöne Lösung von Dethleffs verweisen: Das 4-Pfoten-Paket. Es beinhaltet ein Hundebett, eine Halteöse, um den 4-Beiner zu fixieren sowie Wasser- und Futternäpfe, die mittels Bügelhalterung fest angebracht werden können. https://www.dethleffs.de/reisemobile/pluspunkte-reisemobile/4-pfoten/

Was muss vor Beginn der Reise abgeklärt werden?

Nicht auf jedem Campingplatz sind Hunde gerne gesehen. Informieren Sie sich daher, ob Sie Ihren Hund mitnehmen dürfen und welche Kosten auf Sie zukommen. Auf einigen Plätzen gibt es regelrechte „Hundequartiere“, wo alle, die mit Hund reisen abgestellt werden. Das kann dann schon mal unangenehm werden, wenn der Nachbar einen „Kläffer“ mit dabei hat. Generell gilt auf Campingplätzen Leinenpflicht, an die man sich bitte auch halten soll, damit sich niemand gestört oder gar bedroht fühlt.

Bei Reisen außerhalb von Deutschland ist es wichtig, dass Sie die Impfvorschriften der jeweiligen Länder einhalten, bitte frühzeitig daran denken, denn die Tollwut-Erstimpfung darf nicht älter als 3 Wochen sein. Auch ist teilweise das Mitführen eines Maulkorbs Vorschrift. Je nach Rasse des Hundes herrschen verschärfte Vorschriften oder sogar komplettes Einreiseverbot. Wer gegen solche Vorschriften verstößt, riskiert, dass der Hund von den dortigen Behörden beschlagnahmt und eingeschläfert wird. Eventuell benötigen Sie noch zusätzliche Dokumente wie Rassenachweis und Führungszeugnis. Bitte informieren Sie sich wirklich gründlich.

 Krankheiten und Gefahren in anderen Ländern.

Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt bevor Sie die Reise antreten. Es ist nicht nur wichtig, dass Ihr Hund ausreichend geimpft ist, es gilt auch, gegen diverse Krankheiten vorzubeugen, speziell in südlichen Ländern. Sehr wichtig ist daher ein ausreichender Schutz gegen Zecken und Flöhe. Zwar ist die lebensgefährliche Krankheit Babesiose oder auch Piroplasmose allmählich auch hier in Deutschland nicht ausgeschlossen, in südlichen Ländern ist sie aber sehr verbreitet. Diese Krankheit wird beim Hund von Zecken übertragen. Einzeller vermehren sich im Körper und befallen die roten Blutkörperchen, wobei diese zerstört werden. Eine weitere gefährliche Krankheit ist die durch Mückenstiche übertragene Krankheit Leishmaniose. Der Überträger, die Sandmücke, kommt überwiegend im Mittelmeerraum vor. Sie ist von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang aktiv. Tagsüber ruht sie. Achten Sie darauf, alles was Mücken anzieht zu vermeiden. Leishmaniose ist unheilbar, früh erkannt kann man diese Krankheit aber in den Griff bekommen. Deshalb muss man nach der Reise, während der nächsten Monate, auf jegliche gesundheitliche Veränderung des Hundes reagieren und sofort einen Bluttest beim Tierarzt veranlassen.

 

 

 

 

 

Fragen Sie Ihren Tierarzt, welche Prävention er Ihnen empfiehlt. Ich persönlich schwöre auf das Spot-on Advantix (in Deutschland rezeptpflichtig). Ich habe bei meinem Hund seit Jahren keine einzige Zecke mehr gefunden und Flöhe natürlich auch nicht. Advantix soll auch gegen die Sandmücke wirksam sein. Ich habe jedoch schon viel Negativ-Kritik über die Verträglichkeit dieses Spot-on-Mittels gelesen, habe aber noch bei keinem meiner Hunde irgendwelche Anzeichen diesbezüglich festgestellt. Im Mittelmeerraum besprühe ich das Fell meines Hundes zusätzlich noch vor den Abendstunden mit Citronella. Ob dies wirklich ein Schutz gegen die Mücke ist kann ich nicht wirklich beurteilen aber lieber zuviel als zu wenig schützen.

Wenn Sie beim Tierarzt sind, können Sie den Arzt auch noch über eine Reiseapotheke für den Hund befragen. Ich persönlich bestücke die normale Erste-Hilfe-Apotheke, die sowieso im Fahrzeug ist nur mit Kohletabletten (falls der Hund eine Magen-/Darmverstimmung bekommen sollte, dies ist im Wohnmobil noch unangenehmer als zu Hause). Sollte Ihre Fellnase das Autofahren nicht so richtig vertragen, dann benötigen Sie für die Reise im Wohnmobil sicher auch noch ein Medikament gegen Reiseübelkeit.

Vergessen Sie bitte nicht, dass in gewissen Ländern auch häufiger mit giftigen Schlangen zu rechnen ist. Es ist daher nicht verkehrt, wenn Sie sich im Vorfeld auch über Tierärzte im Urlaubsland informieren.

 Was braucht Ihr Hund auf der Reise im Wohnmobil und am Urlaubsort?

Nehmen Sie möglichst die Sachen mit, die Ihr Vierbeiner von seiner gewohnten Umgebung her kennt, es hilft ihm, sich im Wohnmobil zuhause zu fühlen. Also packen Sie am besten sein normales Körbchen/Decke und ev. auch das lieb gewonnene Spielzeug ein. Damit keine Unverträglichkeiten durch Futterumstellung auftreten, ist es ratsam, das gewohnte Futter in ausreichender Menge von Zuhause mitzunehmen. Damit die Haare im Wohnmobil nicht überall herumfliegen, sollte man eine Bürste oder den bewährten „FURminator“ mitnehmen. So bleiben die Haare, die man rauskämmt schon mal draußen vor dem Fahrzeug liegen. Für den Rest reicht dann auch täglich einmal durchkehren oder mit dem Handstaubsauger durchsaugen. Sollte es mal regnen, benötigen Sie ein Handtuch, um Ihren Hund so gut wie möglich trocknen und säubern zu können. Dafür stelle ich meinen Hund auch mal in die Heckgarage und wuchte ihn dann ohne erneute Bodenberührung ins Wohnmobil (geht natürlich bei großen, schweren Hunden nicht).

Hier nochmal eine Aufstellung der wichtigsten Dinge:

  • EU-Heimtierausweis und eventuell andere, notwendigen Dokumente
  • Wasser-/Fress-Napf (hier werden oft Wassertöpfe mit Ausschwappschutz empfohlen, damit sich das Wasser während der Fahrt nicht über den ganzen Wohnmobilboden verteilt. Das muss nicht sein. Topf vor dem Losfahren einfach in die Spüle gestellt, das reicht auch – Ihr Hund kommt während der Fahrt sowieso nicht dran).
  • Ausreichend Futter und gewohnte Leckerlies.
  • Leine, Halsband, Brustgeschirr und Gurt oder Transportbox
  • Lange Leine und eventuell Spiralhering/Hundeanker, um den Hund vor dem Wohnmobil anzuleinen (auf Campingplätzen herrscht Leinenpflicht).
  • Eventuell Maulkorb
  • Decke, Körbchen für den Aufenthalt im Wohnmobil, eventuell Outdoordecke
  • Spielzeug, um den Hund zu beschäftigen
  • Reiseapotheke
  • Bürste
  • Handtuch
  • Gassi-Tütchen

Die Fahrt im Wohnmobil

Je nachdem, wie gerne ihr Hund Auto fährt wird die Reise im Wohnmobil für Ihren 4-Beiner mehr oder weniger stressig sein. Meiner hechelt immer sehr heftig und legt sich kaum hin. Obwohl er jederzeit freudig ins Fahrzeug springt und sofort seinen Platz auf der Bank einnimmt. Er liebt den Aufenthalt im Wohnmobil. Trotzdem, die Fahrt ist Stress. Achten Sie also bitte darauf, dass Sie in nicht zu langen Abständen Pausen einlegen. Ihr Hund benötigt Wasser und muss die Möglichkeit haben, sich zu erleichtern und sich zu bewegen. Eine Pause tut auch allen Zweibeinern gut. Da freut sich der schmerzende Rücken und die Beine können wieder mal bewegt werden. Lassen Sie Ihren Hund niemals auf Raststätten von der Leine. Er ist gestresst und so manch einer hat sich schon aus irgend einem Grund erschreckt und dann in völlig unbekannter Umgebung das Weite gesucht. Denken Sie darüber nach, ob Sie sich vor der Reise noch bei TASSO registrieren lassen möchten, dies erhöht die Möglichkeit Ihren Hund wieder zu finden, falls der schlimmste Fall der Fälle doch einmal eintreten sollte.

Seien Sie vorsichtig, auf Raststätten soll häufig Rattengift gestreut werden.

 Der Hund im Wohnmobil

Damit sich Ihr Hund im Wohnmobil wohl fühlen kann, ist es am Besten, wenn er selber entscheiden kann, wo er liegen möchte. Meiner trägt einfach seine Deck immer dahin, wo es ihm grade am Besten passt. So schläft er dann auch gerne mal mit seiner Decke in der Duschwanne. Im Sommer sollte das Wohnmobil permanent durchlüftet sein. Durch offen halten von Seitenscheiben und allen Dachluken sowie durch Abdunkeln der Fahrerkabine, der Dachluken und der, der Sonne zugewandten Seitenfenster (Verdunkelungen der Dachluken einen Spalt geöffnet lassen) kann man ein erträgliches Klima im Wohnmobil beibehalten. Sollte aber Ihr Hund mal alleine im Wohnmobil zurückbleiben müssen, sollten Sie sich schon 100% sicher sein, dass es darin nicht zu warm wird. Also möglichst immer im Schatten parken. Der Hund soll ja nicht leiden oder gar einen Hitzschlag erleiden.

Selbstverständlich kann man nur einen Hund im Wohnmobil alleine lassen, der daran gewöhnt ist, auch mal alleine zu sein, nicht permanent heult oder bellt und nichts kaputt macht. Die Tierhaftpflicht-Versicherung greift meist nicht für Schäden bei gemieteten Wohnmobilen (für die Dauer der Mietung gelten Sie als Besitzer des Fahrzeuges. Die Versicherung kommt aber nur für Schäden an Fremdeigentum auf).

Auch außerhalb des Fahrzeuges sollte der Hund immer im Schatten angeleint werden. Man darf natürlich nicht vergessen, dass die Sonne wandert. Wenn die Leine dicht beim oder direkt am Fahrzeug befestigt wird, hat Ihr Vierbeiner immer die Möglichkeit, sich auch unter das Wohnmobil zu legen. Natürlich muss auch vor dem Fahrzeug immer genug Wasser zur Verfügung stehen.

 Mit Ihrem Hund am Strand

Bevor Sie mit Ihrem Hund an den Strand gehen, sollten Sie sich vergewissern, dass dies auch erlaubt ist. Das kommt je nach Land häufig bis gar nicht vor. Die Tendenz der Anzahl an Hundestrände ist aber generell steigend. Wenn sie mit Ihrem 4-Beiner an den Strand gehen, bitte das Wasser nicht vergessen und einen Sonnenschutz (Sonnenschirm, Strandmuschel oder dergleichen) mitnehmen, damit Ihre Fellnase auch hier die Möglichkeit hat, sich in den Schatten zu legen. Achten Sie darauf, dass der Boden nicht zu heiss ist. Sand oder Steine sind alleine schon oft sehr strapaziös für die Hundepfoten. Dadurch werden sie gegenüber Hitze wesentlich empfindlicher.

Es sind schon einige Dinge, die es zu berücksichtigen gibt. Vieles, hier Erwähnte ist für die meisten Hundebesitzer bestimmt schon Routine, nichts Neues und völlig einleuchtend. Vielleicht aber kann der eine oder andere meiner Tipps doch wertvoll sein. Ich hoffe, dass mein Blogbeitrag vor allem für Wohnmobil-Neulinge eine Hilfestellung geben kann.

Ich wünsche Allen wunderschöne, entspannte Reisen und Urlaube mit Ihrem 4-Beiner im Wohnmobil!

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